Sexismus? Bei uns doch nicht!
4 | Asgabat
15.09.2026, 14:15 - 15:00 MESZ
„Sexismus? Bei uns doch nicht.“ Viele Organisationen gehen davon aus, dass Sexismus in ihrem Arbeitsalltag keine Rolle spielt. Neue Daten zeigen jedoch ein anderes Bild: 63 Prozent der Erwerbstätigen in Deutschland haben bereits Sexismus am Arbeitsplatz erlebt – mit spürbaren Folgen für Gesundheit, Karriere und Einkommen.
Die wiederkehrenden öffentlichen Debatten über sexuelle Belästigung und alltäglichen Sexismus zeigen, dass geschlechtsbezogene Grenzverletzungen kein Randphänomen sind. Dabei wird oft übersehen, dass solche Erfahrungen auch am Arbeitsplatz stattfinden – mit weitreichenden Folgen für Betroffene und Organisationen.
In der gemeinsamen Session des DGB und des Bündnisses „Gemeinsam gegen Sexismus“ werden zentrale Ergebnisse der neuen branchenübergreifenden Studie des Bündnisses zu Sexismus in der Arbeitswelt sowie konkrete Handlungsempfehlungen für Betriebe und Organisationen vorgestellt.
Die Studie „Sexismus am Arbeitsplatz“ zeigt, dass Sexismus am Arbeitsplatz für viele Betroffene eine dauerhafte Belastung darstellt. Gleichzeitig wenden sich nur 7 Prozent der Betroffenen an ihre Führungskraft, lediglich 2 Prozent an eine Beschwerdestelle. Damit bleibt ein großer Teil der Vorfälle für Organisationen unsichtbar.
Im zweiten Teil der Session geht es um konkrete Ansätze für Organisationen: Sexismus wirksam vorbeugen und Betroffene besser unterstützen mit klaren Verhaltensstandards, funktionierenden Beschwerde- und Unterstützungsstrukturen sowie sensibilisierten Führungskräften und Interessenvertretungen. Der DGB-Leitfaden „Sexualisierte Belästigung am Arbeitsplatz verhindern!“ liefert dafür hilfreiche Tipps.
Die Session verbindet aktuelle Daten mit konkreten Ansätzen für eine Arbeitswelt ohne Sexismus.