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Humane Handlungsmacht im Einzelhandel – Digitalisierung menschenzentriert statt datengetrieben gestalten

3 | Riga

15.09.2026, 09:30 - 09:45 MESZ

Der Einzelhandel wandelt sich immer mehr zu einer Tech-Branche, wobei Digitalisierung im Einzelhandel unterschiedliche Dimensionen und ambivalente Effekte hat: Den Kund:innen versprechen die Unternehmen, durch weitreichende Datensammlungen am Point of Sale und mit Hilfe von Loyalty-Apps immer zielgerichteter individuelle Bedürfnisse und Präferenzen bedienen zu können – was nicht immer gelingt. Den Mitarbeitenden im Einzelhandel wird Erleichterung der Arbeit in Aussicht gestellt – die sich jedoch selten realisiert. Ihre Arbeit wird häufiger monotoner und stressiger, ihre Handlungs- und Entscheidungsspielräume enger, ihre Erfahrungen und spezifisch menschlichen Kompetenzen weiter abgewertet und verdrängt.
In diesem Impuls soll anhand von Ergebnissen aus der Praxisforschung im Rahmen der Netzwerkstelle für Gute Arbeit gezeigt werden, wie Beschäftigte kollektiv Mitwirkung und Mitsprache bei Digitalisierungsprozessen einforderten und durchsetzten. Dabei zeigt sich: Es sind nicht nur die Beschäftigten, die sich Handlungsspielräume angesichts fortschreitender Digitalisierungsmaßnahmen (zurück)erobern (wollen). Zudem bieten die Beispiele Anlass, über den Einzelhandel als Raum der sozialen Interaktion zu reflektieren, in dem weder Mitarbeiter:innen noch Kund:innen nur als passive Datengeber:innen oder -nehmer:innen auftreten.

Referent*innen

Partner

  • ArbeitGestalten Beratungsgesellschaft mbH, Ahlhoff

    Bild von ArbeitGestalten Beratungsgesellschaft mbH, Ahlhoff