Mehr Rechte für die einen - mehr Druck für die anderen: Tragen lebensphasenbezogene Zeitoptionen zu einer Dualisierung des Arbeitsmarktes bei? | LABOR.A® 2024
Aus dem Programmheft der LABOR.A® 2024:
In Deutschland haben gesetzliche und tarifliche Zeitrechte und Wahloptionen für Arbeitnehmer*innen in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Wie kompensieren Betriebe den mit der Inanspruchnahme von Zeitrechten verbundenen Verlust an Arbeitszeit? Welche Auswirkungen hat dies auf die betriebliche Arbeitsorganisation und die Arbeitsbelastung derjenigen, die nicht von Zeitrechten profitieren? Verschärfen Zeitrechte den Arbeits- und Fachkräftemangel und stellen Arbeitgeber vor kaum lösbare Probleme? Oder tragen sie im Gegenteil zur Entspannung der Situation bei, weil lebensphasenbezogene Zeitrechte die Vereinbarkeit von Pflege und Erwerbsarbeit erleichtern und damit bisher ungenutzte Potenziale heben? Inwieweit entwickeln sich neue, innovative Konzepte des Personalmanagements? Inwieweit geht der Zuwachs an Rechten für die Stammbelegschaft zu Lasten der Randbelegschaft und zu Lasten von Gruppen, die schlecht in den Arbeitsmarkt integriert sind?
Referent*innen: Silvie Haarmann, Angelika Kümmerling und Timothy Rinke (Institut für Arbeit und Qualifikation (IAQ), Universität Duisburg-Essen)
Partnerorganisation: Institut für Arbeit und Qualifikation (IAQ), Universität Duisburg-Essen