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KI, Kultur und die Entwertung der Wissensarbeit | LABOR.A® 2026

Schöpferische Arbeit ist oft unsichtbar. Urheber*innen kämpfen seit Jahrzehnten in ungleichen Matchverhältnissen um die finanzielle und gesellschaftliche Anerkennung ihrer Leistung. Generative KI verschärft die Situation – und droht, bereits Erreichtes hinfällig zu machen.

Ohne die Leistungen von Kreativen könnte heute keine KI trainiert werden. Von den Gewinnen sind sie allerdings weitestgehend ausgeschlossen. Gleichzeitig übernehmen kommerzielle KI-systeme das Brot-und-Butter Geschäft der Kreativen: sie texten, übersetzen, designen und musizieren.

In unserer Session schauen wir auf die Rolle des Menschen in dieser Entwicklung. KI konzentriert Macht und Kontrolle in den Händen weniger Männer, mit fatalen Folgen für Kultur, Demokratie, Meinungsfreiheit – und den Arbeitsmarkt. Gleichzeitig werden KI-Systeme vermenschlicht und mit viel zu viel Vertrauen behandelt. Generative KI wird immer besser darin, menschlichen Ausdruck zu imitieren. Vertrauen wir als Gesellschaft darauf, lagern wir die Sinnstiftung genauso aus wie Innovation. Wir wollen Problemfelder und Lösungen aufzeigen und gemeinsam Forderungen entwickeln.

Referent*innen: Mika Beuster (Deutscher Journalisten-Verband (DJV)), Matthias Hornschuh (Initative Urheberrecht), Heide Franck (Übersetzerin und Speakerin), Dagmar Monett Díaz (Hochschule für Wirtschft und Recht Berlin)

Partnerorganisationen: Initiative Urheberrecht, Deutscher Journalisten-Verband (DJV)