Hochschulen unter Druck – Warum eine demokratische und gerechte Gesellschaft resiliente Hochschulen braucht | LABOR.A® 2025
Hochschulen sowie ihre Studierenden und Beschäftigten stehen weltweit unter Druck – auch in Deutschland. Die Fördergeldaffäre im BMBF hat deutlich gemacht, wie fragil das Grundrecht der Wissenschaftsfreiheit auch in Deutschland ist, rechtsextreme Politiker*innen stellen diese offen in Frage. Wissenschaftler*innen sind mit prekären Beschäftigungsbedingungen und unsicheren Karrierewegen konfrontiert, steile Hierarchien und Abhängigkeiten begünstigen Machtmissbrauch. Die Grundfinanzierung der Hochschulen stagniert oder wird sogar gekürzt, was Wissenschaftler*innen abhängig von Drittmittel- und Auftragsforschung macht. Eine unzureichende Studienfinanzierung und schlechte Betreuungsrelationen führen zu Studienabbrüchen und schrecken viele Studienberechtigte von vornherein vom Hochschulstudium ab.
Diese Entwicklung unterminiert die Kritik- und Innovationsfähigkeit der Forschung, verschärft den Fachkräftemangel und vertieft ungleiche Chancen beim Zugang zu und Abschluss von höherer Bildung. Eine demokratische und gerechte Gesellschaft ist aber auf resiliente Hochschulen angewiesen, die auf gefestigte Grundwerte wie Wissenschaftsfreiheit, Hochschulautonomie und akademische Selbstverwaltung vertrauen können, gute Arbeits- und Studienbedingungen sichert, allen Menschen die gleichen Chancen auf eine erfolgreiche Hochschulbildung gibt, hoch qualifizierte und kritikfähige Fachkräfte ausbildet sowie Future Skills und Know-How für die soziale und ökologische Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft bereitstellt.
In unserer Session möchten wir gemeinsam mit den Teilnehmer*innen diskutieren, was resiliente Hochschulen ausmacht und welche Grundlagen dafür der Bund, die Länder und die einzelnen Hochschulen schaffen kann.
Referent*innen: Geraldine Rauch (Technische Universität Berlin), Andreas Keller (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW))
Moderation: Michael Gerloff (Technische Universität Berlin)
Partnerorganisationen: GEW - Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Technische Universität Berlin
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