Gerechte Zukunft mit fairer Arbeit – aber für wen? | LABOR.A® 2025
Aus dem Programmheft der LABOR.A® 2025:
Die Idee einer Gesellschaft, die Menschen unabhängig von ihrer Herkunft, ihrer Klasse, ihrem Geschlecht und ihrem Alter die gleichen Möglichkeiten eröffnet, steht unter Druck. Auch in der Vergangenheit waren Zugänge an vielen Stellen exklusiv – aber immerhin schienen Bildungsgerechtigkeit, Geschlechtergerechtigkeit und Generationengerechtigkeit Zielbilder, auf die sich der gesellschaftliche Mainstream einigen konnte und denen Institutionen verpflichtet waren.
Heute gewinnen Vorstellungen von individueller Leistungsfähigkeit und natürlicher Führungsstärke ungebremst an Bedeutung. Das Vertrauen in die ausgleichende Kraft unserer chronisch unterfinanzierten Bildungs-, Wissenschafts- und Sozialsysteme schwindet. Gleichzeitig ist die Erwartung an die Fähigkeit von Lehrer*innen und Erzieher*innen, auseinanderfallende Milieus zusammenzuhalten, riesig.
Wir wollen diskutieren, ob sich das Wertesystem unserer Gesellschaft gerade verschiebt und was wir tun müssen, um trotzdem Hürden für gerechte Zugänge abzubauen. Was kann Wissenschaft in dieser Gemengelage leisten, was Politik? Und gibt es Anlass zur Hoffnung, dass "Klasse" heute wieder politisiert?
Referent*innen: Claudia Bogedan (Hans-Böckler-Stiftung), Marlen Hobrack (Autorin), Dario Schramm (simpleclub GmbH), Micha Klapp (Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung)
Moderation: Julia Kropf und Martin Hoffmann
Copyright Vorschaufoto ©Gerngross + Glowinski
