Extrem rechte Einflussnahmen auf die Soziale Arbeit – Befunde aus Deutschland und Österreich | LABOR.A® 2025
Aus dem Programmheft der LABOR.A® 2025:
Millionen sozialer Dienstleistungen werden in Deutschland täglich für und mit Menschen erbracht. Doch extrem rechte Akteure versuchen zunehmend, diese Zugänge zu beschränken und diskriminierende Narrative in die Soziale Arbeit hineinzutragen. Seit Februar 2025 erforscht das trinationale Projekt „Social Work and the Far Right in European Democracies“ (SoFRiED) erstmals systematisch die Auswirkungen extrem rechter Einflussnahmen auf Soziale Arbeit in Deutschland, Österreich und Ungarn.
Erste Ergebnisse zeigen deutlich: Nutzer:innen und Fachkräfte sind in allen drei Ländern mit Bedrohungen, Diskriminierungen und Ausgrenzungen konfrontiert. Doch wie gerecht sind die Zugänge zu sozialen Dienstleistungen tatsächlich? Kann die Soziale Arbeit ihren Anspruch auf sichere und inklusive Räume aufrechterhalten oder entstehen zunehmend Einfallstore für Diskriminierung?
Diese Session präsentiert ausgewählte empirische Befunde aus Deutschland und Österreich und diskutiert mit Ihnen, welche Gegenstrategien europaweit erfolgreich sein können. In einem praxisorientierten "Strategie-Sprint" entwickeln wir gemeinsam konkrete Maßnahmen gegen rechte Einflussnahme anhand empirischer Fallbeispiele. Mittels der interaktiven Methode "1-2-4-All" sammeln, diskutieren und priorisieren wir gemeinsam Ideen. Ziel ist es, konkrete Handlungsvorschläge zu generieren, die Sie direkt in Ihre Praxis übertragen können.
Referent*innen: Júlia Wéber (Hochschule Neubrandenburg), Christoph Omann (Fachhochschule St. Pölten), Eric Mülling (Hochschule Neubrandenburg)
Partnerorganisationen: Hochschule Neubrandenburg, Fachhochschule St. Pölten