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Diversität in Kommunalverwaltungen | LABOR.A® 2025

zuletzt aktualisiert: 12. December 2025

Aus dem Programmheft der LABOR.A® 2025:

In der politikwissenschaftlichen Verwaltungsforschung herrscht große Einigkeit darüber, dass eine angemessene Repräsentation gesellschaftlicher Vielfalt im Personal der öffentlichen Verwaltung für die Legitimität und Effektivität staatlichen Handelns von zentraler Bedeutung ist. Dies gilt vor allem für Behörden, die im Rahmen ihrer Aufgaben direkt mit Bürger:innen interagieren. Vor diesem Hintergrund ist bemerkenswert, dass nur wenig über die Diversität der öffentlichen Verwaltung in Deutschland bekannt ist, wobei insbesondere für die kommunale Ebene umfassende solide empirische Erkenntnisse fehlen. Das von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte universitäre Forschungsprojekt "Diversität in Kommunalverwaltungen" hat sich zum Ziel gesetzt, dazu beizutragen, diese Forschungslücke zu schließen. In unserem Beitrag stellen wir ausgewählte Ergebnisse der im Rahmen des Projektes durchgeführten Befragung von etwa 4.000 kommunalen Verwaltungsmitarbeitenden in 20 Landkreisen und Städten in Deutschland vor. Dabei liegt der Fokus einerseits auf der Frage, inwieweit sich gesellschaftliche Vielfalt hinsichtlich der Kategorien Alter, Geschlecht, sexuelle Orientierung, Behinderung, ethnische und soziale Herkunft sowie Religion in der Zusammensetzung des kommunalen Verwaltungspersonals widerspiegelt. Andererseits sollen verschiedene diversitätsbezogene Einstellungen unter den Beschäftigten untersucht werden und in welchem Zusammenhang diese mit der Zusammensetzung des Personals stehen.

Referent*innen: Laurin Friedrich (Universität Duisburg-Essen), André Kastilan (Ruhr-Universität Bochum)

Partnerorganisationen: Universität Duisburg-Essen, Ruhr-Universität Bochum, Technische Universität Dortmund

Copyright Vorschaufoto ©Gerngross + Glowinski